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Rückenschmerzen...klinische Untersuchung.

Ein Gespräch, die Funktionsuntersuchung und das Berühren kann schon viel über die Ursache sagen...

CHECKLISTE ANAMNESEGESPRÄCH:

  • Wo? Hauptproblem, lokal, ausstrahlend
  • Wie? Bohrend, ziehend, brennend, elektrisch, Schwäche, Lähmung, Sensibilität
  • Seit wann? (über 6 Monate: chronisch) Auslöser?
  • Ständig? 24 Stunden? 7 Tage die Woche?
  • Was verstärkt Symptome? Stark: Aktivität muss abgebrochen werden, Irritierbar: Aktivität ist geringe Belastung, muss aber abgebrochen werden und lange Symptome: Heben, Bücken, Drehen, Gehen, Liegen, Stehen, Niesen, Husten, langes Sitzen, Autofahren, morgendliches Aufstehen, Positionswechsel, Sport, gewisse Haltungen.
  • Vorgeschichte
  • Zusatzdiagnosen
  • Medikamente
  • Gewicht
  • Stress
  • Ernährung
  • Schlafgewohnheiten.

FUNKTIONSUNTERSUCHUNG: T10-S1

 

Ziel: 

  • Hypothese aus Anamnese überprüfen
  • Weitere Daten sammeln
  • Ev Kontraindikationen erkennen
  • Bewegungsdysfunktionen erkennen als mögliche Ursachen, analysieren und dokumentieren für Wiederbefund.

Planung (p/e= Physical Examination)

 

Fragen:

  • genügend Aktivitäten/Positionen aus Anamnese für Wiederbefund?
  • Gewebeverletzungen/Heilungsstadium
  • Dominanter Schmerzmechanismus: Input: akut: Reizung: mechanisch/thermisch/chemisch/nozizeptiv/neurogen, Output oder Processing: Verarbeitung/vegetatives Nervensystem.
  • Unterscheidung zwischen lokalen und entfernten Quellen
  • Verstärkende Faktoren
  • Red flags?

Ausführung (p/e= Physical Examination)

  1. Aktuelle Symptome: PP: Present Pain
  2. Inspektion: Statik, Achsen, Ausweichhaltungen, verstärkt Korrigieren die  Symptomatik?
  3. Funktionelle Demonstration: welche Bewegung löst Schmerzen aus, hilft ein Korrigieren? Zum Beispiel Vorbeugen im Stehen.
  4. Planung überdenken
  5. Aktive Bewegungen: FLEX/EXT/ROT/LATLEX: Symptome, Qualität, Quantität: Wiederbefund: immer gleiche Position: hüftbreit.
  6. Aktive Bewegungen mit Überdruck (falls ich zu wenig Auskunft bei den bisherigen Tests bekommen habe), Kombinierte Bewegungen, Wiederholte Bewegungen, Gehaltene Bewegungen mit schneller Umkehr, Schnelle Bewegungen.
  7. Zusätzliche Test:

8. Passive physiological intervertebral Movements (PPIVM) T10-S1:

 

Bei Verdacht auf

  • Instabilität, oder
  • starke Hypo-, Hypermobilität direkt angrenzend
  • um Neutraleinstellung zu bekommen.

Ziel:

 Erkennen und Bewertung der physiologischen Beweglichkeit in den einzelne Wirbelsegmenten: hypomobil, hypermobil, normal. Bei Verdacht auf Instabilität müssen die aktiven Tests vor den passiven durchgeführt werden. Auch die PPIVM vor den PAIVMs.

Durchführung:

Patient liegt in Seitlage, Therapeut davor, Beine sind gebeugt, Therapeut fixiert Dornfortsatz und mach Beuge- und Streckbewegung bzw. Rotationsbewegung und spürt die Beweglichkeit.

9. Palpation:

  • Haut: Temperatur, verschieblichkeit, Abhebbarkeit
  • Muskulatur: Spannung, Verhärtung, Triggerpunkt, Atrophie
  • Knochen: Dornfortsätze
  • Ligamente/Bänder: supraspinal, interspinal, interlaminär
  • Facettengelenke: in der LWS nur indirekt möglich.

10. Passive Zusatzbewegungen (PAIVM) T10-S1, einschließlich Wiederbefund:

  • Hämatom Technik: anterior/posterior
  • Daumentechnik: anterior/posterior
  • unilateral auf Querfortsätzen
  • Transversale nach rechts/links

Mit "Flat hand springing test" kann man sich allgemeinen Eindruck verschaffen über die Beweglichkeit der Wirbelsäule, Symptomreaktion, Widerstand.


INSTRUKTIONEN AN DEN PATIENTEN:

  • Erklärung von möglichen Reaktionen
  • Eigenbeobachtung
  • Ergonomie
  • Heimprogramm

BEHANDLUNG:

 

Je nach Befund können primär stabilisierende oder mobilisierende Maßnahmen ausgewählt werden.

 

Bei passiven Maßnahmen: zur Bestimmung der Intensität:

  • Gewebesituation, Heilungsphase
  • Stärke und Irritierbarkeit des Problems
  • Andere Diagnosen: Osteoporose
  • Psyche
  • Stabilität
  • Welcher Schmerzmechanismus ist im Vordergrund?

Bewegungsdiagramm:

  • Wo ist das Bewegungsausmaß limitiert: Early Range, Mid Range, End of Range
  • Was limitiert die Bewegung? Schmerz, Widerstand, Spasmus
  • Verändern sich die Symptome?

MÖGLICHE BEHANDLUNGEN:

 

Im Maitland Konzept sind alle Untersuchungstechniken auch Behandlungstechniken.

 

Lendenwirbelsäule:

 

Häufig passive Mobilisationen: PAIVM und PPIVM.

Kann Patient nicht am Bauch liegen oder verträgt er PAIVM schlecht dann PPIVM.

 

  • Bei starken Schmerzen und Early Range Problemen: Traktion.
  • Bei zentralen Symptomen: PAIVM und PPIVM in FLEX/EXT
  • Bei unilateralen Problemen: unilaterale Techniken mit Latflex und Rotation.
  • Bei Problemen im Thorakolumbalen Übergang: Transversale Techniken.
  • Bei Diskogenen, Nervenwurzel- oder Facettengelenksproblemen mit vorwiegend einseitiger Symptomatik: lumbale Rotation.

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